Die Übernachtlieferung von Büchern
Es ist selten, dass ein Thema aus der Buchbranche auch in allgemeinen Medien diskutiert wird. Aber der Buchgroßhändler Zeitfracht hat es im Dezember geschafft: mit der Ankündigung, umsatzschwächere Buchhandlungen nicht mehr über Nacht zu beliefern. Seitdem fragen in den Buchhandlungen immer wieder verunsicherte Kunden nach, wann denn mit dem bestellten Buch zu rechnen sei. Warum diese Sorge meist unbegründet und das ganze Thema viel Lärm um nichts ist, erklären wir euch heute.
Grundsätzlich ist Zeitfracht nur eins von drei sogenannten Barsortimenten, und die meisten Buchhandlungen verlassen sich nicht auf eins allein, sondern lassen sich von zweien beliefern.
Um überhaupt betroffen zu sein, muss eine Buchhandlung also über Zeitfracht bestellen, und dann auch noch zu denen gehören, die Zeitfracht nicht mehr über Nacht beliefern will, weil sie nicht genug Umsatz machen.
Ist das der Fall, nutzt diese Buchhandlung wahrscheinlich vorrangig ein anderes Barsortiment für seine Bestellungen – und kann Wunschbücher dann über Nacht dort bestellen, wenn sie denn dort lieferbar sind.
Die Wahrscheinlichkeit, dass also genau das Buch, das du bestellen möchtest, nicht bis morgen lieferbar ist, liegt also bei schätzungsweise 5 Prozent. Natürlich kannst du trotzdem in der Buchhandlung nachfragen, wenn du auf Nummer Sicher gehen möchtest.