Judith Hages
Mein Name ist Judith Hages, ich bin 42 Jahre alt und lebe im Rheinland. Ich schreibe historische Romane, die überwiegend zur Zeit des Zweiten Weltkriegs spielen. Unter dem
Pseudonym Stella Nickel veröffentliche ich auch zeitgenössische Romane.
Was reizt dich am meisten an deinem Genre?
Als Autorin und gelernte Archivarin reizt mich die Recherche, die ich im Vorfeld durchführe, um möglichst authentisch schreiben zu können. Schon da beginnt für mich das Abenteuer
„Schreiben“.
Mit welchem Autor oder welcher Autorin würdest du dich gern mal bei einem guten Abendessen austauschen und was würdest du ihn oder sie als erstes fragen?
Ich würde gerne mit Margaret Atwood („Der Report der Magd“) essen gehen und sie fragen, ob sie auch zwischendurch an sich als Autorin und an ihrem Schreiben gezweifelt hat. Und
was sie in diesem Fall dagegen gemacht hat.
An welchem Ort schreibst du am liebsten? Und was war der merkwürdigste Ort, an dem du je geschrieben hast?
Ich schreibe am liebsten zu Hause oder in unserem Wohnmobil. Einmal habe ich im Wartezimmer des Arztes geschrieben.
Welche Figur aus deinen Büchern würdest du warum zur Ausstellerparty der BUCHBERLIN nehmen und welchen Karaoke-Song würdet ihr gemeinsam singen?
Diese Frage kann ich direkt beantworten: Ich würde Lars aus „Provinz-Anomalien“ mitnehmen, weil er ein Partylöwe ist, mit dem man viel Spaß (aber auch Ärger) haben kann.
Wir würden „Was hat dich bloß so ruiniert“ von „Die Sterne“ gemeinsam singen und in Erinnerungen an die 1990er Jahre schwelgen.
Wenn dein Buch verfilmt werden würde, wer würde die Hauptfiguren spielen?
Die Protagonistin in „Zeit des Gewissens“ würde Judith Wilhelmy spielen.
Was war der beste Rat, den dir je jemand über das Schreiben gegeben hat?
Zum Thema Schreibblockaden: „Das Nichtschreiben gehört zum Schreiben – genauso wie jeder Roman Leerstellen und Absätze braucht.“ (Zitat von Sibylla Hirschhäuser)