Sophie Edina
Sophie Edina (sie/dey) ist Autorin für tiefgründigen New Adult und moderne Poesie. Ihre Werke widmen sich intensiven Liebesgeschichten zwischen komplexen Figuren und dem Umgang mit emotionalen Krisen. Neben ihrem poetischen Schreibstil wird sie für ihre einfühlsame Darstellung psychischer Probleme und Queerness geschätzt.
War reizt dich am meisten an deinem Genre?
Ich bewege mich in verschiedenen Genres. Die Poesie liebe ich, weil sie aus Worten etwas magisches macht, das herausfordert und inspiriert. Das von mir mitbegründete "Deep New Adult"-Genre liebe ich dafür, dass es auch ernsteren Stoff unterhaltsam und trotzdem realistisch aufarbeitet und Empathie anregt. Queere Bücher schreibe ich gern, weil sie die beiden großen Themen Liebe und Identität auf vielfältige Art zelebrieren.
Mit welchem/r Autor:in (tot oder lebendig) würdest du dich gern mal bei einem guten Abendessen austauschen und was würdest du ihn oder sie als erstes fragen?
Da gibt es einige, die sich zu ihrer Zeit Tabus entgegengestellt haben und ihren Abdruck in der Welt hinterlassen haben. Es könnte eine wilde Dinnerparty mit Jane Austen, Oscar Wilde, Simone DeBouvoir und Casey McQuiston werden. Meine Einstiegsfrage wäre natürlich, was sie trinken wollen. So kreativen, interessanten Menschen fällt sicher schon darauf eine kreative, interessante Antwort ein.
An welchem Ort schreibst du am liebsten? Und was war der merkwürdigste Ort, an dem du je geschrieben hast?
Da habe ich keine spektakulären Storys zu liefern. Geschichten schreibe ich in der Regel auf der Couch, Gedichte wann immer mich der Impuls überfällt auf meinem Handy. Natürlich würde ich am liebsten täglich in ein schottisches Café spazieren und dort meinen Laptop aufmachen, aber die Realität sieht leider anders aus. Der merkwürdigste Ort war vielleicht eine Parkbank vor einem Krankenhaus irgendwo auf dem Land, wo ich ein Gedicht über meine sterbende Oma geschrieben habe.
Welche Figur aus deinen Büchern würdest du warum mit zur Ausstellerparty der BUCHBERLIN nehmen und welchen Karaoke-Song würdet ihr gemeinsam singen?
Die Buchfigur, die ich immer als erstes auf jede Party mitnehmen würde, wäre Alex Claremont-Diaz aus "Royalblue". Er verbreitet die nötige Dosis bisexuelles Chaos, ist so extrovertiert, dass er meine Introversion kompensiert bekommt und wäre dazu noch ein spannender Gesprächspartner. Und dann müsste er mit mir "Yorktown" vom Hamilton Soundtrack singen – oder es zumindest versuchen.
Wenn dein Buch verfilmt werden würde, wer würde die Hauptfiguren spielen?
Wir müssten am Alter ein bisschen herumbasteln, aber Aaron Taylor-Johnson wäre ein heißer Anwärter für meine Hauptfigur Jeremy. Als Loveinterest würde ich Froy Guitierrez casten. Jeremys beste Freundin (und Ex) Stella dürfte Nathalie Emanuelle spielen.
Was war der beste Rat, den dir je jemand über das Schreiben gegeben hat?
Ich liebe Elizabeth Gilbert's Buch "Big Magic". Ihren Rat, das Schreiben wie eine Affäre zu behandeln, für die ich so sehr brenne, dass ich sie ständig irgendwie in meinen Alltag integriere, rufe ich mir immer wieder ins Gedächtnis.